Brugmansia

ENGELSTROMPETEN

Englische Bezeichnung: Angel Trumpet
Spanische Bezeichnung: Trompeta de Ángel

Familie  

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

 

Sorten auf der Finca: 
  • Weiße Sorten der Trompetenblume.
  • Gelbe Engelstrompeten.

Die typischen, 20-30 cm langen (trompeten ähnlichen) oftmals süßlich duftenden Blüten, verleihen der Pflanze ihren Namen.

Engelstrompeten stammen aus den Anden Südamerikas, wo sie vor allem in offenen, gestörten Habitaten, neben Straßen oder an Stätten ehemaliger Zivilisation zu finden sind. Dabei kommen sie sowohl in Meeresnähe als auch in Höhen bis zu 3000 Metern vor.

Im gesamten Andenraum, mit Ausnahme des südlichsten Teil Chiles, sind ethnobotanische Verwendungen verschiedener Brugmansia-Arten bekannt, dabei variiert die Zubereitung und Anwendung sehr stark. Im Amazonasbecken wird Brugmansia suaveolens unter dem Namen toa im begrenzten Rahmen für medizinische Zwecke eingesetzt. Rein halluzinogene Anwendungen sind überwiegend aus dem westlichen Teil Südamerikas bekannt, so vor allem von Stämmen, die an den Osthängen der Anden sowie im bewaldeten, nördlichen Teil der Pazifikküste beheimatet sind.

Einige Stämme des westlichen Amazonasgebietes in Ecuador nutzten die Wirkung der Inhaltsstoffe der Pflanzen, um ungezogene Kinder zu erziehen. Die Jiváro glaubten, die Vorfahren würden während des Rauschzustandes zu den Kindern sprechen, um diese zu ermahnen. Eine Zubereitung einer weißblütigen Art soll den Jiváro geholfen haben, eine arutam (Seele) zu fangen, die den Besitzer vor dem Tod durch Gewalt, Gift oder Hexerei beschützen soll.

Vor der Entdeckung Amerikas sollen die Chibcha den Frauen und Sklaven getöteter Krieger und Häuptlinge eine Zubereitung aus Brugmansia-Teilen gereicht haben, damit diese in einen Zustand der Benommenheit gerieten und anschließend mit den Getöteten lebendig begraben werden konnten.

* Achtung: Alle Pflanzenteile sind giftig
Trotzdem wird sie auch als Droge mit berauschender Wirkung verwendet. Meist genügen zwei bis vier Blätter oder eine Blüte um Halluzinationen zu erzeugen.
Die oberirdischen Teile der Pflanze werden geraucht oder oral eingenommen. Psychoaktive Substanzen in der Engelstrompete sind die Alkaloide Scompolamin und Hyoscyamin. Beide Substanzen wirken halluzinogen.